Schwarmdienst

Schwarm gefunden?

+ 49 176 44452977
(Jacob Obrman)
oder
+ 49 176 44411825
(Miriam Obrman)

Ehrenamtlich & freiwillig

Die Schwarmbergung läuft bei uns stets ehrenamtlich und freiwillig ab. Unseren Dienst betreiben wir sehr gerne,  allerdings werden wir unter bestimmten Bedingungen Schwärme auch weiterziehen lassen müssen (wenn die Bergung z.B. zu gefährlich / aufwändig ist).

Nur Bienenschwärme

Bereits eingezogene Bienenvölker in z.B. Rollokästen oder Kaminen können wir nur in den seltensten Fällen bergen. Wespen- oder Hornissennester sind nicht Teil unseres Dienstes! Sie stehen teilw. unter strengem Naturschutz.

Nur in Garching b. München und Umgebung

Unsere Kapazitäten sind leider begrenzt. Daher widmen wir uns ausschließlich den Schwärmen in Garching und der nächsten Umgebung (max. 10 km).

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Was passiert da in der Luft?

Wie Dunkle Wolken.

Ein Volk schwärmt, wenn es sich teilen möchte. Dabei wird ein Teil des Volkes mit der neuen Prinzessin zurückgelassen. Dies geschieht vor allem in den Monaten Mai-Juni. Der Schwarm pumpt sich mit ca. 3 kg Honig aus den Vorräten voll und macht sich bereit für das große Spektakel und lässt staunende Menschenblicke zurück. So ein Schwarm ist nicht zu übersehen oder zu überhören, sobald er sich in die Lüfte erhebt!

Die Suche Beginnt.

Der Schwarm verlässt seine Königin nicht. Ihr Pheromonduft ist wie ein unsichtbares Band, welches das Volk zusammenhält. Dadurch können sich die Bienen unterwegs nicht verfliegen. Dennoch gibt es die sogenannten "Scouts" unter den Bienen. Sie haben die Aufgabe, nach einer Behausung Ausschau zu halten und diese dem Schwarm, der sich inzwischen gesammelt hat, mitzuteilen. Früher waren es Baumhöhlen, heute sind es offene Dachböden, Rollokästen oder Gartenhäuschen.

Ein Neues ZuHause.

Ein Schwarm gilt heutzutage ohne imkerliche Betreuung als "verloren". Die Behausungen, die heute infrage kämen, sind eher bescheiden und meist sind stechende Insekten in einer Wohnsiedlung unerwünscht. Viel Auswahl bleibt dem Schwarm nicht übrig. Hinzu kommt, dass die Varroamilbe, ein gefährlicher Parasit, das Volk gänzlich ausrotten kann. Daher ist es ratsam, bei einem Schwarmfund, den Imker aus der Nähe zu kontaktieren. Wahrscheinlich ist es gar ein Schwarm aus seinem eigenen Volk und wird sich freuen, seine Bienen wieder zu sich nehmen zu können.

Ablauf der Schwarmbergung

Imker anrufen

 Damit nicht unnötig mehrere Imker herbestellt werden, vermeide bitte, mehrere Dienststellen anzurufen. Solltest du die Feuerwehr informieren, wird sie diese Information i.d.R. an einen bekannten Imker weitergeben und diesen zur Bergung beauftragen.

Details klären

  • Standort des Bienenschwarms (im Nachbargarten? auf dem Garagendach?)
  • Größe des Bienenschwarms
  • Zugang zum Schwarm (Leiter nötig?)

Ruhe bewahren!

Von einem Bienenschwarm geht generell keine Gefahr aus. Halte einen Abstand von ca 5-10 Metern ein (je nach Flugradius einzelner Bienen) und verhalte dich ruhig. Starke Parfums, dunkle Kleidung und offenes Haar sind zu vermeiden – Schwärme sind allerdings generell friedlich.

Bergung

Selten gibt es Schwärme, die sich vorbildlich an einem niedrigen Ast niedersetzen, um sich von Imkern abholen zu lassen. Zunächst muss der jeweilige Standort für eine erfolgreiche Bergung eingeschätzt und etwaige Hilfsmittel (z.B. Leiter, Astschere) organisiert werden. Der Imker legt oder befestigt eine geeignete Schwarmfangkiste unmittelbar unter dem Schwarm und beginnt diesen von allen Seiten mit Wasser zu besprühen. Das lässt die „Bienentraube“ zusammenrücken und macht sie für das „Einschlagen“ für wenige Sekunden flugunfähig.

Beim „Einschlagen“ schüttelt der Imker den Hauptschwarm in die Kiste, in der Hoffnung, vor allem die Königin dabei erwischt zu haben. Ist die Königin in der Kiste, werden die restlichen Bienen von ihrem Pheromonduft angelockt und ihr in die Kiste folgen.

Abwarten

Damit auch wirklich alle Bienen mit dabei sind, lässt der Imker die Kiste bis zur Abenddämmerung am Standort liegen und kehrt erst einige Stunden später wieder zurück. In der Dunkelheit müsste sich der ganze Schwarm in der Kiste befinden und kann vom Imker abgeholt und in eine richtige Behausung eingeschlagen werden.

Unwillige Schwärme

Wir haben schon einige Male erlebt, dass Schwärme die offene Schwarmfangkiste Stunden später mitsamt der Königin wieder verlassen. Daher ist es sinnvoll, nach der Königin Ausschau zu halten, um sie in eine Art Käfig einzufangen. Dies ist bei einer derart großen Bienenmasse nicht mal für Experten einfach. Aus diesem Grund werden Königinnen mit einem farbigen Punkt markiert. Eine andere Methode, den Schwarm leichter zum Bleiben zu überreden, ist, eine sogenannte „Bannwabe“ zu verwenden. Es handelt sich dabei um eine aus einem anderen Bienenvolk entnommene Brutwabe. Bienen verlassen nur ungern Brut, auch wenn sie „fremd“ sind.

Ohne diesen Methoden brechen „unwillige“  Schwärme aus der Fangkiste aus.  Diese sammeln sich dann an einem anderen Ort wieder und suchen weiterhin nach einer geeigneten Behausung.

Verwechslungsgefahr

Woran du einen Bienenschwarm erkennst

Bienenschwärme sind im Zeitraum zwischen Mai und Juli zu beobachten. Es handelt sich um eine dunkle Bienentraube, die sich bevorzugt an einem Baum oder Busch niederlässt.

Eingezogene Bienenvölker

Hier handelt es sich nicht mehr um einen Schwarm, denn er ist bereits in seine neue Heimat eingezogen. Das kann auch ein Rollokasten oder Kamin sein. Da die Bergung hier mit erheblichem Aufwand verbunden ist, werden wir hier kaum noch helfen können. Lediglich beratend können wir zur Verfügung stehen.

Wespennester

Wespennester werden ab Mitte Juni für Menschen auffällig. Davor sind noch zu wenige Arbeiterinnen alt genug, um den Außendienst anzutreten. Wespen sind geschützte Insekten und dürfen nicht ohne Weiteres entfernt werden. Oftmals haben wir in unseren Telefongesprächen die besorgten Anrufer soweit über Wespen aufklären können, dass sie sich freiwillig dafür entschieden, das Nest so zu belassen. Bisher gab es keinen, der sich nochmals bei uns meldete, weil er seinen Entschluss bereut hätte.  Folgender Link könnte hilfreich im Umgang mit Wespen sein:

NABU: Umgang mit Wespen & Hornissen

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Solitäre bienen & Wespen

Es gibt Wespen- und Bienenarten, die solitär – also einzeln und nicht in Staaten – leben. Sie suchen sich diverse kleine Löcher, um darin eine Kinderstube für den Nachwuchs einzurichten.  Solitärbienen und -wespen sind sanftmütige Insekten, die alle möglichen Blumen und Kräuter in der Nähe bestäuben. Stechgefahr besteht hier wirklich keine, es sei denn man quetscht sie o.ä. Genauso wie Honigbienen sind diese Bestäuber unerlässlich für unsere Natur! Wer ihnen helfen will, kann sich überlegen, altes Holz mit Löchern zu versehen. Sobald eine Wildbiene das „Hotel“ im Frühjahr angenommen hat, muss es an diesem Standort auch liegen bleiben.

PDF: Informationen zu Wildbienen und Nisthilfen