Die Schnapsidee

2013 kam alles auf einmal: Zuerst kam uns der Gedanke, grundsätzlich mehr für die Umwelt zu tun. Ein Insektenhotel schwebte uns dann vor. Gleich darauf meldete sich Stephan, unser Bruder und begnadeter Bastler, dass er uns doch eine Bienenkiste bauen könnte, um direkt ins Imkergeschäft einzusteigen. Zum Schluss rief unsere Mutter auch noch beim örtlichen Imker, Ernst Müller, an. Er zögerte nicht lang und wenige Tage später stand ein Volk auf unserem kleinen Balkon.

Über knappe zwei Jahre begleitete uns nun unser Imkervater und teilte uns seine Erfahrungen mit. Jacob war direkt in der imkerlichen Praxis eingebunden und half unserem Mentor, seine Völker zu betreuen und Schwärme einzufangen. Ab dem Frühjahr 2014 besuchten wir zudem einen Imkerkurs für Anfänger in Landsberg am Lech. Parallel pflegten wir unsere ersten vier Völker inzwischen ohne Betreuung. Ein weiterer Standort bot sich auf unserem Bauernhof in Tschechien an.

Eines ist gewiss: Wir Imker lernen jedes Jahr etwas Neues dazu. Die Begeisterung für diese kleinen Lebewesen und ihre Umwelt motiviert uns bis heute und wir können uns eigentlich kaum vorstellen, wie unser Alltag nur ohne sie ausgesehen hat.

 

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Jacob Obrman

* 12.11.1991

Schon bald ist Jacob in die Praxis eingestiegen, als er unseren Imkervater, Ernst Müller, bei der Pflege seiner Bienen unterstützte. 2017 begann er sein zweites Bachelorstudium, diesmal in Informatik an der TU München.

Tätigkeit in der Imkerei

Jacobs Haupttätigkeit ist die Pflege der Völker am Standort in Garching und der Schwarmfang im Frühjahr. Nebenbei betreut er als Mentor vier Neuimker und hilft bei Problemen oder Fragen aus.

Christine Obrman

* 12.09.1963

Unsere Mutter fährt nahezu jedes Wochenende nach Tschechien auf die Ferienhütte. Dort haben wir noch als Kinder die meisten Schulferien verbracht. Es gibt wohl kaum einen besseren Ort, um sich von dem beruflichen Alltag zu erholen. Und mit „Erholung“ meinen wir natürlich: Schafe pflegen, Obstbäume schneiden, Wiese mähen, und, wer hätte es gedacht: Bienen betreuen!

Tätigkeiten in der Imkerei

Unsere Imkerei wäre wohl nie so weit gekommen, hätten wir nicht so einen großzügigen Investoren wie unsere Mutter. Imkerei ist in der Materialbeschaffung nun mal teuer und vom Honigverkauf allein verdient man sich als kleiner Hobbybetrieb garantiert keine goldene Nase.  Neben der Finanzspritze ist unsere Mutter besonders in Tschechien mit den Bienenvölkern aktiv. Und eines kann ich schon verraten: Der Honig schmeckt grandios!

Miriam Obrman

* 12.11.1991

Die anfängliche Insektenhotel-Idee stammte aus ihrem Kopf. Nun hat auch Miriam mit mehr Insekten zu tun, als sie sich das jemals hätte erträumen können. Wie praktisch, dass sie auch das Gärtnern liebt. Jetzt kann sie Insektenschutz mithilfe von gezielter Pflanzung zumindest im eigenen Garten praktizieren. Miriam befindet sich aktuell in der Endphase ihres langjährigen Lehramtstudiums.

 

Tätigkeiten in der Imkerei

Miriam assistiert hautpsächlich am Standort in Garching  bei der Pflege der Bienenvölker. Zudem ist sie auch für die Imkerkasse zuständig und organisiert Probenahmen von Honig und Wachs, um sie ins Labor einschicken und dort überprüfen zu lassen. Wird in Garching ein Bienenschwarm gemeldet, ist sie mit Jacob an Ort und Stelle, um ihn zu bergen.

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